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Rhododendren pflanzen

Es blüht und gedeiht ...

Standort

Rhododendron werden oft als “Moorbeetpflanzen” bezeichnet. Das kommt daher, dass an vielen Standorten Torf, der in ehemaligen Moorgebieten gewonnen wird, ein geeignetes Bodenverbesserungsmittel ist. Die Ursprünge unserer Rhododendron-Sorten liegen aber nicht im Moor, sondern an Berghängen, häufig im lichten Schatten von Wäldern oder Nordhängen. Dort wachsen sie auf sauren Humusauflagen, in denen sich kein Regenwasser stauen kann, aber durch häufige Regenfälle Luft wie Boden immer eine gewisse Feuchte behalten. Rhododendron sind daher (je nach Sorte mehr oder weniger) empfindlich gegen Sonne, Lufttrockenheit, Staunässe und hohe Kalkgehalte im Boden.

Pflanzung

Rhododendron werden entweder im Topf (“Container”) oder mit Ballen (im Gegensatz zu anderen Pflanzenarten ohne Ballentuch) angeboten. Dabei sollten Boden/Substrat dicht mit hellen Wurzeln durchwachsen sein. Die Pflanzzeit erstreckt sich fast über das ganze Jahr. Nur wenn der Boden tief gefroren ist, oder im Frühsommer eine extreme Hitzeperiode herrscht, sollte auf günstigere Witterung gewartet werden. Eine Eigentümlichkeit dieser Pflanzenart ist ihr feines dichtes Wurzelwachstum. Deshalb ist es möglich, dass auch größere Pflanzen selbst nach langer Standzeit (auch nach über 20 Jahren) noch verpflanzt werden können.

Ist der Ballen der Pflanze zu trocken, sollte er vor der Pflanzung gründlich gewässert (oder in eine Wanne mit Wasser getaucht) werden. Die Erde im Ballen sollte sich anfühlen wie ein feuchter, ausgewrungener Schwamm. Sonst ist sie zu trocken.

Das Pflanzloch sollte einen mindestens doppelt so großen Durchmesser haben wie der Ballen selbst, bei schwierigen Bodenverhältnissen je größer desto besser. Nach unten muss das Wasser aus dem Pflanzloch unbedingt abfließen können. Bei lockerem Unterboden reicht eine Pflanzlochtiefe von etwas mehr als der Ballengröße. Wenn Bodenverdichtungen (z. B. häufig bei Neubaugrundstücken) zu finden sind, sollte unbedingt versucht werden, diese mit dem Spaten zu lockern, auch wenn das Pflanzloch dabei sehr tief ausgehoben werden muss. In diesem Fall füllt man den gelockerten Aushub wieder ins Pflanzloch ein, in der oberen Bodenschicht (Höhe der Pflanzenwurzeln) sollte man ihn mit geeignetem Humus im Verhältnis von etwa 1 : 1 verbessern (nicht unter den Pflanzenballen geben!). Dieser Humus muss nicht unbedingt Torf sein, bei hohen Kalkgehalten bietet sich dieser (oder eine auf Torf basierende “Rhododendron-Pflanzerde”) aber wegen seines niedrigen pH-Wertes (hoher Säuregehalt) besonders an. Je nach Bodenverhältnissen können auch geeigneter Rindenhumus (nicht zu kalkhaltig), Nadelerde oder andere Torfersatzstoffe eingesetzt werden. Gartenkompost oder Kompost aus Kompostieranlagen (Grün-/ Biokompost) haben meist zu hohe pH-Werte und sind daher in der Regel für Rhododendron ungeeignet.

Bei sehr schweren oder sehr kalkhaltigen Böden kann ein Trogbeet angelegt werden, das heißt die Rhododendron werden in ein Gemisch aus Humus und Mineralboden auf den gewachsenen Boden gesetzt. Eine Drainageschicht (z. B. aus Reisig) kann bei schlechtem Wasserabzug nötig sein, meist ist eine Umrandung des Beetes aus Baumstämmen oder ähnlichem sinnvoll.

Die Pflanzen werden nicht tiefer gepflanzt als sie in der Baumschule gestanden haben sondern eher etwas höher, denn bei zu tiefer Pflanzung können die Wurzeln unter Sauerstoffmangel leiden.
Nach der Pflanzung sollten die Pflanzen gründlich gewässert werden, damit ihre Wurzeln besseren Kontakt zum umgebenden Boden bekommen. Dafür hat sich der Begriff “Einschlämmen” eingebürgert, der aber nicht dahingehend missverstanden werden darf, dass die Bodenstruktur durch zuviel Wasser zur “Pampe” wird. Dünger sollte möglichst nicht ins Pflanzloch gegeben werden.